Die psychologische perspektiven
Was ist das Besondere an der Idee des Resilienz-Konzepts aus Sicht der Psychologie? Ähnlich wie in anderen wissenschaftlichen Disziplinen geht es um Antworten auf Fragen nach einem langfristig hilfreichen und konstruktiven Umgang der Menschen mit individueller und kollektiver Bedrohung, mit Trauma, Belastung, Beschädigung, massivem Stress, Defiziten und Risikolagen.
Da die von der Resilienz-Idee geleiteten Forschungsprogramme zumeist nach Lösungen aus komplexen, schwierigen und manchmal scheinbar aussichtslosen Situationen suchen, ist es ein Konzept, das auf die grundsätzliche Veränderbarkeit, auf das Potenzial von Entwicklungsspielräumen und in diesem Sinne sowohl auf das Prinzip Hoffnung Ernst Bloch als auch das Prinzip Verantwortung Hans Jonas setzt.
Das Resilienz-Paradigma betont — bei Annahme der Wirksamkeit von Gen-Umwelt-Interaktionen — die Bedeutung sowohl sozial-gesellschaftlicher Verhältnisse als auch von Subjektperspektiven und den damit verbundenen mental-kognitiven Strukturen als Voraussetzung für Handlungsfähigkeit trotz widriger Lebensumstände. Die hohe Plausibilität und Eingängigkeit des Resilienz-Konzepts hat mittlerweile allerdings zu einer gewissen Trivialisierung und inflationären Resilienz-Rhetorik geführt.
Der vorliegenden Beitrag versucht, eine aktuelle wissenschaftliche Standortbestimmung aus Sicht der Psychologie vorzunehmen. This is a preview of subscription content, access via your institution. Adler, A. Über den nervösen Charakter. Frankfurt a. Google Scholar. Anthony, E. The invulnerable child. New York: The Guilford. Antonovsky, A. Unraveling the mystery of health. How people manage stress and stay well.
San Francisco: Jossey-Bass. Aspinwall, L. A psychology of human strength. Fundamental questions and future directions for a positive psychology. Washington, D. CrossRef Google Scholar. Auhagen, A. Positive Psychologie. Bandura, A. Self-efficacy: Toward a unifying theory of behavioral change. Psychological Review, 84, — CrossRef PubMed Google Scholar.
Human agency in social cognitive theory. American Psychologist, 44 9 , — Bowlby, J. Attachment and loss: Volume 1: Attachment. New York: Basic Books. Brandtstädter, J. Entwicklungspsychologie der Lebensspanne. Ein Lehrbuch. Stuttgart: Kohlhammer. Bronfenbrenner, U. The ecology of developmental processes. Lerner Hrsg.
Unterschiedliche psychologische Perspektiven bieten vielfältige Erklärungsansätze für Probleme wie Angst oder Motivation. Sie fördern individuelle und gesellschaftliche Lösungen.
New York: Wiley. Cicchetti, D. Entwicklungspsychopathologie: Historische Grundlagen, konzeptuelle und methodische Fragen, Implikationen für Prävention und Intervention. Oerter, C. Noam Hrsg. Ein Lehrbuch S. Annual research review: Resilient functioning in maltreated children — past, present, and future perspectives.
The Journal of Child Psychology and Psychiatry, 54 4 , — Developmental psychopathology, Vol 1: Theory and methods. Erikson, E. Identität und Lebenszyklus. Filipp, S. Kritische Lebensereignisse. Vom Umgang mit den Schattenseiten des Lebens. Fonagy, P. Psychoanalytic theories. London: Whurr. Fooken, I. Resilienz und posttraumatisches Wachstum.
Maercker Hrsg. Berlin: Springer. Das späte Echo von Kriegskindheiten. Die Folgen des Zweiten Weltkriegs in Lebensverläufen und Zeitgeschichte. Trauma und Resilienz. Chancen und Risiken lebensgeschichtlicher Bewältigung von belasteten Kindheiten 2. Weinheim: Juventa. Garbarino, J. Raising children in a socially toxic environment. Children and the dark side of human experience. New York: Springer.
Garmzey, N. Invulnerable children: The fact and fiction of competence and disadvantage. American Journal of Orthopsychiatry, 42, — Geller, L. The failure of self-actualization theory: A critique of Carl Rogers and Abraham Maslow. Journal of Humanistic Psychology, 22 2 , 56— Goldstein, S. Why study resilience? Brooks Hrsg. New York: Kluwer. Grossman, K. Bindungen — das Gefüge psychischer Sicherheit 6.
Stuttgart: Klett-Cotta. Grotberg, E. Resilience for today, gaining strength from adversity. Westport: Praeger.
die psychologische perspektiven
Hahn, U. Arbeit mit Roma-Flüchtlingskindern. Zander Hrsg. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften. Havighurst, R. Developmental tasks and education. New York: McKay. Jordan, J. Relational resilience in girls. Jung, C. Modern man in search of a soul. New York: Harcourt, Brace.