Emotionsregulationsstörung psychologie

Referiert Affektive Störungen: Emotionsregulation im Therapieprozess PP 4, Ausgabe März , Seite Ein therapeutisches Ziel ist es daher, eine adäquate Emotionsreaktion im Patienten zu erreichen.

Eine Emotionsregulationsstörung bezeichnet die Unfähigkeit, Gefühle angemessen zu steuern. Betroffene erleben extreme Stimmungsschwankungen oder chronische emotionale Überlastung. Therapie hilft, Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Diesem Ziel folgend untersuchten Berner Psychologen die emotionalen Reaktionen 33 weiblicher und 27 männlicher Patienten auf verschiedene therapeutische Angebote. Die Patienten litten an affektiven Störungen und hatten sich in der psychotherapeutischen Praxisstelle der Universität Bern einer Therapie unterzogen, die dem Konzept der allgemeinen Psychotherapie folgte.

Die Sitzungen wurden auf Video aufgezeichnet und von vier Bewertern im Sekunden-Takt ausgewertet. Dabei wurde das therapeutische Angebot in sechs Stufen erfasst; bei 0 erfolgte keine Bearbeitung relevanter Inhalte, bei 5 hingegen forderte der Therapeut den Patienten zu persönlicher, gefühlsbetonter Beurteilung auf und fragte nach Gründen, Motiven, Ursachen und Emotionen.

Die Reaktionen der Patienten wurden im Hinblick auf drei Formen emotionaler Regulation beobachtet: zögerndes Eingehen, Vermeiden und maskierendes Überspielen. Dabei zeigte sich, dass Patienten einer erfolgreichen Therapie anders reagieren als Patienten weniger erfolgreicher Therapien. In der Schlussphase einer Therapie waren diese Konsistenz sichernden Reaktionen weitgehend verschwunden.

Bei Patienten weniger erfolgreicher Therapien waren sie hingegen noch vorhanden. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie ; 4: — Zum Artikel PDF-Version Inhaltsverzeichnis. EndNote Reference Manager ProCite BibTeX RefWorks.