Psychologie-studium abbrecherquote
RSS Feed Viele Studierende erkennen erst im Hörsaal, dass eine eher praktisch ausgerichtete Berufsausbildung für sie die bessere Alternative wäre. Aber mit meinem halben Gedanken war ich schon in einem anderen Job, hab' dann noch ein paar Wochen hin- und her überlegt: Soll ich? Oder soll ich nicht? Praktisches Arbeiten, hat sie während der ersten Semester gespürt, liegt ihr mehr als akademisches Lernen.
Wieder dieses Lernen, das man ja in der Schule schon 13 oder in meinem Fall sogar ein Jahr länger hatte.
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Und das war mir dann irgendwann zu viel. Und ich dachte mir dann irgendwann: Etwas selber machen können — das wäre schon schön. So steht es auch in jener Studie, die die Stabsstelle für Qualitätsmanagement der Uni Konstanz nun veröffentlicht hat. Je abstrakter ein Studium, desto höher die Abbruchquoten "Die Studie kommt eben auch zu dem Ergebnis, dass mit der häufigste Grund der Wunsch nach praktischer Tätigkeit ist oder, wie formulieren es dann so: Ein fehlender Berufsbezug", so Christine Abele, Leiterin der Konstanzer Stabsstelle für Qualitäts-Management.
Ausgangspunkt der Studie zum Studienabbruch war die Beobachtung, dass gerade im Fach Philosophie besonders viele Studierende vor dem Abschluss ausscheiden. Dabei haben die Konstanzer Hochschulforscher herausgefunden: Je abstrakter ein Studium ausgerichtet ist, desto höher die Abbruchquoten.
Hohe Anforderungen in Methodik und Statistik führen häufig zum Abbruch des Psychologie-Studiums. Erfahren Sie hier, warum die Quote so hoch ist und was hilft.
Als weiteren Grund für den vorzeitigen Abbruch weist die Konstanzer Studie hohe fachliche Anforderungen aus, die Studienanfänger häufig unterschätzen. Das erklärt eine hohe Abbrecherquote beispielsweise in den Naturwissenschaften. Dabei zeigt sich auch: Viele Studienanfänger haben mit falschen Erwartungen ihr Fach gewählt, wie seinerzeit Susanne Hogl: "Ich habe Sozialwissenschaften gewählt, weil ich in der Schule relativ schlecht war in Naturwissenschaften.
Plötzlich musste ich zwei Scheine in Statistik machen. Das lag mir gar nicht. Christine Abele: "Der Klassiker ist: Jemand fängt an, Psychologie zu studieren. Und dann muss er plötzlich ganz viel Mathe und Statistik machen, womit man nicht gerechnet hat. Da stellen wir dann auch fest, dass die Abbrecher des Studiums weniger informiert waren. Als überraschend empfindet Johanna Vogt, Mitautorin der Konstanzer Studie, ein weiteres Ergebnis: "Bei uns in der Stichprobe ist es nicht der Fall, dass Studierende mit Kindern häufiger abbrechen.
Im Gegenteil: Wir haben auch sehr viele Studierende, die mit Kindern erfolgreich sind. Falsche Erwartungen an das Studium, fachliche Überforderung — dem lässt sich vorbeugen. Christine Abele: "Wir haben als wichtig erkannt, dass Vorkenntnisse fehlen in Mathematik und wissenschaftliches Schreiben. Wir haben dann wissenschaftliche Schreibkurse aufgebaut.
Mathekurse hatten wir vorher schon. Dazu erprobt die Uni Konstanz neue Instrumente, so Christine Abele von der Stabsstelle Qualitätsmanagement: "Das nennt sich Online-Self-Assessments, also dass man mit interaktiven Methoden auf der Webseite Interessierten Informationen zur Verfügung stellt, dass sie sich anschauen können: Was bedeutet das Fach? Welche Übungen macht man da?
Vielleicht auch ein bisschen interaktiv, dass ein ehemaliger oder derzeitiger Student erzählt, wie das Studium aussieht, um einfach diesem Punkt, mit falschen Erwartungen ins Falsche reinzugehen, entgegenzuwirken.