Überweisung psychologen
Dieser erste Teil widmet sich all den Missverständnissen rund um die verschiedenen Berufsbezeichnungen, die das muss man zugeben in meinem Fachgebiet stets für viel Verwirrung sorgen. Zum einen benötigen Patienten, um einen Psychotherapeuten aufzusuchen, gar keine Überweisung das war einmal so, wurde aber vor rund 10 Jahren abgeschafft.
Psychologen verfügen über keine Approbation, sondern vor allem über eine naturwissenschaftliche Qualifikation in der Regel einen Master of Science oder ein Diplom, so wie auch Physikerinnen oder Biologen nach abgeschlossenem Universitätsstudium. Die Forschungs- und Anwendungsgebiete der Psychologie sind sehr viel breiter gefächert, als den meisten Menschen bewusst ist, und reichen von der Arbeits- und Organisations- bzw.
Wirtschaftspsychologie bis hin zu den Neurowissenschaften und der Intelligenzforschung einen breiteren Überblick finden Sie hier. Biologie, Chemie, Physik sehr ähnlich sind, sie in die Lage versetzt, auch fachfremde Forschungsrichtungen wie aus aktuellem Anlass die virologische Forschung zum Coronavirus und den Impfungen nachzuvollziehen und besser zu verstehen als die meisten anderen Menschen — von denen leider manche meinen, lautstark die Wissenschaft verunglimpfen zu können, ohne auch nur eine Ahnung davon zu haben, wie Wissenschaft funktioniert.
Wenn Sie sich dafür interessieren, wie Wissenschaft funktioniert, finden Sie hier , hier und hier interessante Artikel dazu. Dies ist gut gemeint, aber seit Frühjahr nicht mehr korrekt. Erst wenn dies geschehen ist und der Patient generell für eine Psychotherapie bei der jeweiligen Psychotherapeutin infrage kommt, finden meist nach einigen Monaten Wartezeit vor Beantragung der eigentlichen Psychotherapie so genannte probatorische Sitzungen statt, die der genaueren Diagnostik und Aufklärung sowie der Erarbeitung von Problemstellung und Therapiezielen dienen.
Anders als vor beträgt die maximal mögliche Zahl von probatorischen Sitzungen nicht mehr fünf , sondern vier, jedoch müssen es mindestens zwei sein. Punkte zu erarbeiten. Am Ende dieser Ausbildung, die mit der Facharztausbildung in der Medizin vergleichbar ist, erhält man als Psychotherapeut dann auch eine Approbation, also eine Befugnis zur Ausübung der Heilkunde, wie sie ansonsten nur Ärzten, Apothekern und Zahnärzten vorbehalten ist.
Diese Approbation unterscheidet Psychotherapeuten nicht nur von Psychologen, sondern auch von Heilpraktikern mehr hierzu hier und sog. Heilhilfsberufen wie Ergotherapeutinnen und Soziotherapeuten. Was den Begriffsdschungel nicht einfacher macht: Psychotherapeuten, deren Approbation auf Menschen unter 21 J. Der Ausbildungsweg ist dem der Psychologischen Psychotherapeuten ähnlich, jedoch können diese Ausbildung auch Menschen beginnen, die zuvor z.
Sozialpädagogik studiert haben. Der Vollständigkeit halber sei zudem noch erwähnt, dass es auch sog. Ärztliche Psychotherapeuten gibt.
Sie wird meist vom Hausarzt ausgestellt und dient als Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Krankenkasse in Deutschland.
Hierbei handelt es sich um Ärzte mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung, die in der Regel sehr viel weniger umfangreich ist als die von Psychologischen Psychotherapeuten. Und was sind nun Psychiater? Das ist vergleichsweise einfach. Psychiater sind Ärzte, die nach Abschluss des Medizinstudiums eine Facharztausbildung in Psychiatrie absolviert haben oft in Kombination mit Neurologie.
Manchmal verfügen Sie auch über eine psychotherapeutische Zusatzausbildung, hauptsächlich behandeln sie psychische Störungen jedoch mittels Medikamenten, v. Ahnung von Psychopharmaka darunter fallen z.
Eine Überweisung zum Psychologen ist die ärztliche Empfehlung für eine psychotherapeutische Behandlung bei psychischen Beschwerden wie Depressionen oder Angststörungen.
Antidepressiva haben allerdings auch Psychologische Psychotherapeuten, da dies Teil des Staatsexamens ist. Anders als Psychiater dürfen sie sie jedoch nicht selbst verschreiben, sondern nur empfehlen was ich häufig tue. Was mir in meinem Berufsalltag auch häufig begegnet, ist die Annahme, ich sei ein Arzt, weil ich einen Doktortitel habe.
Hierzu muss man mehrere Dinge kurz erklären die ausführliche Erklärung finden Sie hier. Viele Ärzte haben einen medizinischen Doktortitel Dr. Ein Doktortitel ist immer eine wissenschaftliche Zusatzqualifikation. Wenn man als Psychotherapeut promovieren also einen Doktortitel erlangen möchte, tut man dies in der Regel in der Psychologie, in der generell höhere wissenschaftliche Standards als in der Medizin gelten, wodurch eine Promotion drei bis fünf Jahre dauert, d.
Weil es sich bei einer Promotion in der Psychologie somit im Vergleich zur Medizin um ein ziemliches Mammutprojekt handelt, haben vergleichsweise wenige Psychotherapeuten einen Doktortitel man denke allein an die Dauer der Zusatzausbildung, s. Aber auch hier gilt: Mit der psychotherapeutischen Kompetenz hat diese wissenschaftliche Zusatzqualifikation in der Regel wenig zu tun.
Sie ist eher ein Grund mehr, ihre Psychotherapeutin einmal danach zu fragen, wie die Wirksamkeit eines Impfstoffs erforscht wird oder was ein Placeboeffekt mit Homöopathie zu tun hat. Übrigens wird das Ganze noch einmal dadurch verwirrender, dass Psychologische Psychotherapeuten zwar keine Ärzte sind, aber durchaus in das so genannte Arztregister der jeweiligen Kassenärztlichen Vereinigung eingetragen sind, über eine so genannte lebenslange Arztnummer verfügen wenn sie über eine Kassenzulassung verfügen und im System der Krankenversicherungen sogar als Fachärzte gelten, weil die Ausbildung zum Psychotherapeuten einer Facharztausbildung entspricht s.
Spätestens angesichts dessen kann ich es daher niemandem mehr verübeln, wenn er aufhört durchzusteigen. Einen Vorteil hat diese Regelung aber: Da Termine beim Psychotherapeuten als Facharzttermin gelten und auch die entsprechende Wartezeit aufweisen , können Arbeitnehmerinnen diese Termine oft während der Arbeitszeit wahrnehmen, da sie hierfür freigestellt werden können.
Christian Rupp