Fallvignette psychologie ablauf

Die Forschung rund um die klinische Psychologie konnte bis heute nicht eindeutig die Frage beantworten, warum manche Personen an einer psychischen Störung erkranken und andere mit gleichen Umständen nicht. Nach Wittchen und Jacobi wird der Begriff Risikofaktor in der epidemiologischen Forschung als ein Faktor bzw. Kraemer und Co-Autoren beschreiben das Konstrukt Risikofaktor in ihrer Arbeit etwas genauer.

Hingegen haben die proximalen Risikofaktoren z. Für die klinisch-psychologische und die psychiatrische Forschung empfehlen Kraemer und Kollegen verschiedene Risikofaktoren und Outcomes zu trennen. Es wird empfohlen, 1 die Risikofaktoren für das Erstauftreten bzw. Hierunter fallen die Frühgeburt und Geburtskomplikationen. Die postnatalen Risikofaktoren beziehen sich auf die Entwicklung des Kindes nach der Geburt.

Eine weitere Unterscheidung nimmt Petermann vor. Einer der am frühesten entdeckten Risikofaktoren ist das Temperament Petermann, , S. Grundsätzlich kann das Temperament in drei Cluster eingeteilt werden: 1 das pflegeleichte Kind, 2 das schwierige Kind und 3 das nur langsam aktiv werdende Kind Berk, , S.

Kinder, die eher ängstlich und zurückhaltend in sozialen Interaktionen sind, haben nach einer Meta-Analyse von Clauss und Blackford ein siebenfach höheres Risiko an einer sozialen Angststörung zu erkranken, als Kinder, die eine andere Temperamentsausprägung besitzen S. Des Weiteren war diese Beeinträchtigung häufig bei Kindern aus ärmeren Verhältnissen zu beobachten.

Neben Risikofaktoren bestehen auch Schutzfaktoren. Laut Petermann bilden sich Schutzfaktoren ähnlich aus, wie die Risikofaktoren. Heinrichs und Lohaus beschreiben die Wirkung des Schutzfaktors auf den Risikofaktor als einen sogenannten Puffereffekt S. Darunter fällt zum Beispiel die direkte Erfahrung des Erziehungsstils des Elternteils, den das Kind direkt spürt Röper, , S.

Wie die Risikofaktoren können Schutzfaktoren ebenfalls in unterschiedliche Merkmale untergliedert werden. Dazu gehören, nach Noeker und Petermann , individuelle Merkmale eines Kindes z. Im Alter von 42 bis 56 Jahren wurden diese im Rahmen der dritten Welle zu ihren Lebenserfahrungen befragt, um Faktoren identifizieren zu können, die die Stressresistenz von Kindern und Jugendlichen erhöhen können Cederblad et al.

Faktoren, die der Umwelt zurechenbar sind bzw. In einem ähnlichen Zeitraum wurde durch die Wissenschaftlerin Werner auf der hawaii- anischen Insel Kauai ebenfalls eine Längsschnittstudie zu dieser Thematik durchgeführt. Werner hat alle Babys aus dem Jahr , die auf der hawaiianischen Insel Kauai geboren wurden, von der Geburt bis zum Alter von 32 Jahren verfolgt S.

Werner schreibt, dass es jedoch bei diesen Kindern aus der Hochrisiko-Gruppe auch 72 Kinder gab, die all diese Probleme nicht entwickelten und bis insjunge Erwachsenenalter keine Lern- oder Verhaltensprobleme aufwiesen. Es konnte festgestellt werden, dass diese 72 Kinder bereits im Säuglingsalter bei anderen Familienmitgliedern wie auch bei fremden Personen positive Aufmerksamkeit erregt haben.

Psychologische Fallvignetten dienen der Lehre und Diagnoseprüfung. Der systematische Ablauf verknüpft Patientenbiografie mit theoretischen Modellen und Interventionszielen.

Im Alter von einem Jahr wurden sie häufig von ihren Betreuern als sehr aktiv beschrieben. Die Mädchen wurden als liebevoll und kuschelbedürftig bezeichnet, die Jungs eher als gutmütig und leicht zu handhaben. Im Gegensatz zu den anderen Kindern der Hochrisiko-Gruppe hatten diese Kinder ein Ess- und Schlafverhalten, was die Eltern weniger belastete Werner, , S. Werner beschreibt weiterhin, dass diese Kinder im Kleinkindalter der Welt mit ihren eigenen Bedingungen entgegentraten und dabei wachsam und autonom reagierten.

Wie zu lesen ist, konnten mithilfe der Kauai- Studie einige Schutzfaktoren aufgedeckt werden. In diesem Teil der Arbeit wird auf eine besondere Form der Schutzfaktoren eingegangen, die soziale Unterstützung. Der schlimmste Fall ist vermutlich der Tod des eigenen Kindes oder des Ehepartners. Es gibtjedoch auch andere belastende Situationen, die eine psychische Störung begünstigen können, oder dazu führen, dass eine bestehende psychische Störung aufrechterhalten bleibt.

Ein zweiter Punkt in dieser Aufgabe ist die Bedeutung von dysfunktionalen Kognitionen für die Entstehung und Aufrechterhaltung von psychischen Störungen. Hierbei geht es um Risikofaktoren, die innen liegend sind. Explizit sind hier das Grübeln und sich Sorgen zu nennen. Dieses Thema wird im zweiten Teil dieser Aufgabe besprochen. Im dritten Punkt steht, dass die Menschen einem Netzwerk angehören, das miteinander kommuni- ziertund sich unterstützt Cobb, , S.

Schwarzer unterscheidet in seiner Definition die wahrgenommene Unterstützung von der erhaltenen Unterstützung. Die wahrgenommene Unterstützung ist demnach ein kognitiver Ansatz. Dabei geht es um die Häufigkeit und die Wirksamkeit der erhaltenen Unterstützung Schwarzer, , S. Wie aus den Definitionen bereits hervorgeht, ist die soziale Unterstützung vielschichtig.

Laireiter beschreibt deshalb die soziale Unterstützung als ein mehrdimensionales Konstrukt. Nach Niemann greifen die meisten Autoren auf die Klassifikationen von Unterstützungsformen nach House zurück Niemann, , S. So auch Kienle und Co-Autoren , S. Laut Kienle und Kollegen können drei verschiedene Modelle voneinander unterschieden werden: S.

Die drei Modelle werden in der Abbildung 1 dargestellt und im nachfolgenden Text erläutert. Dies führt zu einer Verminderung von negativen Folgen des erfahrenen Stresses oder bietet gar einen Schutz vor diesen negativen Folgen. In der Studie wurden Studierende über einen Zeitraum von fünf Wochen zu mehreren Zeitpunkten getestet.

Nach diesem Modell ist es nicht notwendig, dass erst ein Stressor oder eine starke Belastung vorliegt, wie dies bei dem Moderatormodell der Fall ist Kienle et al. Risiko- und Schutzfaktoren psychischer Störungen. Grundlagen der klinischen Psychologie Einsendeaufgabe, 30 Seiten, Note: 1,0. M H Madeleine Hartleff Autor:in. Format: PDF — für PC, Kindle, Tablet, Handy ohne DRM.

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