Farb psychologie design

Lesezeit: 12 Min Autor: Parissa Kahvand 0 Kommentare. Corporate Design ist ein wichtiges Element für das Marketing von Unternehmen, da es durch die Einheitlichkeit der Gestaltung für einen hohen Wiedererkennungswert bei der jeweiligen Zielgruppe sorgt. Beim Corporate Design und der Gestaltung von Logos, Überschriften , Webseiten und anderen Elementen, die werbende Wirkung entfalten sollen, ist die Farbpsychologie im Marketing zu beachten.

Was wäre die Welt ohne Farbe? Auch im Marketing und beim Corporate Design haben sie eine wichtige Bedeutung. Sie sorgen einerseits dafür, dass ein Unternehmen unverwechselbar dargestellt wird und andererseits können sie Menschen indirekt positiv oder negativ beeinflussen — auch, was deren Kaufentscheidung betrifft. Der Grund dafür besteht darin, dass die spezifischen Informationen über Farben im Bewusstsein eines jeden Menschen fest verankert sind.

Beispiel: Menschen wählen Kleidung und verschiedene Gegenstände nach den Farben aus, die ihnen gefallen oder gut zu ihnen passen. Zehn blaue Jeans und unzählige schwarze Oberteile im Schrank? Das ist alles andere als die berühmte Ausnahme. Fast alle Menschen kaufen Produkte bevorzugt in der Lieblingsfarbe.

Und nicht nur das. Studien belegen, dass sie gezielt nach solchen Produkten recherchieren und sich von ihren favorisierten Unternehmen wünschen, dass diese Produkte im Sortiment führen, die dem eigenen, individuellen Farbcode entsprechen. Besonders zwei Zahlen dokumentieren die Macht der Farbe: Die Studien haben herausgefunden, dass neun von zehn Kunden sich visuell beeinflussen lassen, wenn es um die Auswahl des passenden Produkts geht.

Das gilt längst nicht nur für Mode, bei der zum typgerechten Outfit auch die Farbe gehört.

Farbpsychologie im Design nutzt Farben, um Emotionen und Verhalten gezielt zu beeinflussen – jede Farbe wirkt unbewusst auf Stimmung und Entscheidungen.

Es gilt auch für Produkte, bei denen die Farbwahl nicht in Zusammenhang mit einer bestimmten Funktionalität steht. Denn die Zahnbürste und das Fahrrad, der Fön und die Kaffeemaschine funktionieren natürlich unabhängig von Farbe und Design. Studie: quicksprout. Erfolgreiche Unternehmen verwenden Farben sowohl im Rahmen von Corporate Identity bzw.

Corporate Design als auch rund um Präsentation und Vermarktung ihrer Produkte. Farbpsychologie im Marketing ist eng mit dem Unterbewusstsein der Menschen verknüpft. Das bedeutet konkret, dass der Kauf nicht nur danach ausgerichtet ist, welche Funktionen und welchen Komfort ein Produkt zu bieten hat und was es kostet. Das bedeutet umgekehrt, dass auch die Entscheidung gegen ein Produkt oder Unternehmen durch bestimmte Farben verursacht sein kann.

Die Wahl der Farben und die Farbpsychologie im Marketing sind also unverzichtbar. Das zeigt auch jede Studie, bei der herauskommt, dass Kunden eine Marke wegen der Farbe erkennen oder sich deshalb daran erinnern. Welche Farben Du für das Corporate Design kurz: CD Deines Unternehmens verwendest, hängt von einer ganzen Reihe verschiedener Faktoren ab. Beispiele sind in diesem Zusammenhang die Branche von Unternehmen, deren Zielgruppe und die individuelle sowie strategische Positionierung der Marke.

Corporate Design ist ein fest definiertes Erscheinungsbild eines Unternehmens. Das Wählen der Farben sollte sorgsam umgesetzt werden. Denn Firmenfarben treten in Logos, Schriftzügen, Slogans und auch bei der Gestaltung der Einrichtung im Unternehmen auf. Darüber hinaus spielen auch verschiedene Formen oder Schriftarten eine Rolle. Beispiele Branchenspezifischer Farben. Bild rauschsinnig.

Die Farbpsychologie im Marketing ist effizient, wenn der Zusammenhang zwischen einzelnen Farben und deren Wirkung strategisch eingesetzt wird. Das Produkt wird in solche Strategien genauso sorgfältig einbezogen wie die Zielgruppe, die das Produkt kaufen soll. Du liebst es, in einer sonnig-orangenen Bettwäsche zu chillen?

Dies alles sind Beispiele, wie Farben unsere Emotionen und Kognitionen beeinflussen. Dies ist negativ und positiv möglich. Daher ist es das A und O, jede Farbwahl genau zu durchdenken und auszuwählen. Bei Farben handelt es sich also auch um bestimmte Informationen. Und zwar um ganz bestimmte und wertvolle Informationen von Farben, denn wir können diese schneller verstehen als vergleichbare Werbebotschaften, die klassisch als Werbetext transportiert werden.

Jede gute und wirksame Werbung besteht aus zwei unverzichtbaren Komponenten. Das ist zum einen die Information und zum anderen die Emotion. Farben bieten beides. Sie beeinflussen uns und auch unsere Emotionen. Und genau das ist es, was sich die Farbpsychologie im Marketing zunutze macht. Farben machen etwas mit unserer Stimmung.

Rottöne aktivieren, Blau- und Grüntöne beruhigen, Grau kann triste Stimmung machen, Gelb ist der Sonnenschein unter den Farben. Mit genau diesen Assoziationen und Stimmungen kann Farbpsychologie im Marketing spielen. Das gilt für Produkte und deren Packung, es gilt aber auch für das Logo von Firmen. Es gibt Branchen, bei denen die Seriosität das A und O ist.

Dazu zählen Banken und Versicherungen, aber auch Sicherheits- und Schlüsseldienste, Softwarefirmen und Rechtsanwälte. Kreative Freelancer, etwa Webdesigner, nutzen Farbpsychologie im Marketing, damit sie ihr buntes Portfolio auch im Logo präsent machen. Und bei manchen Betrieben — etwa der grünen Gartenbranche — ist der Name natürlich Programm.

Geschmacks Assoziationen sind eng mit Farben verbunden. Farben sind Sinneseindrücke, die durch das Auge wahrgenommen und im Gehirn verarbeitet werden. Die Farbpsychologie im Marketing nutzt die Tatsache, dass Menschen mit Farben bestimmte Dinge assoziieren. Daher rührt die Vorliebe für verschiedene Farben und die Abneigung gegenüber bestimmten Farben.

Elektromagnetische Wellen sorgen dafür, dass Farben von Menschen wahrgenommen werden. Wie Menschen Farben tatsächlich wahrnehmen, hängt von individuellen Erfahrungen, der genetischen Veranlagung und soziokulturellen Prägungen ab. Die Farbpsychologie im Marketing nutzt die Tatsache, dass Menschen mit Farben Emotionen, Werte und Geschmack verknüpfen.

Das solltest Du auch beim Corporate Design beachten. Abhängig von Deiner Branche und Deiner Zielgruppe wählst Du idealerweise Farben aus, die bei den Betrachtern positive Gefühle wie zum Beispiel Freude, Zufriedenheit oder Entspannung auslösen. Dies sind Emotionen, die die Zielgruppe mit den Produkten kaufen möchte. Es kommt bei der Farbpsychologie im Marketing also besonders darauf an, dass Du Dich in die Lage Deiner Zielgruppe hineinversetzt.

Überlege Dir, was Du bei Deiner Zielgruppe hervorrufen möchtest, und wähle die entsprechenden Farben aus. Warum sind Farben so effizient? Weil Farben tief im Menschen verankert sind! Denn Menschen haben mit Farben schon in frühester Kindheit Erfahrungen gesammelt und bestimmte Assoziationen mit den Farben entwickelt. Diese Entwicklung ist kontinuierlich: Im Laufe des Lebens werden wir immer wieder mit Farben konfrontiert, die bestimmte Erinnerungen wecken.

Das können positive, aber auch negative Erinnerungen sein, die zwar meist nichts mit der Farbe zu tun haben, aber eben mit ihr verknüpft sind. Gefällt jemandem eine Farbe nicht, so hat derjenige häufig eine schlechte Assoziation damit. Das gilt dann meist auch für Produkte in dieser Farbe, wenngleich diese natürlich nichts mit der ursprünglichen Assoziation zu tun haben.

Wir haben alle gelernt, dass leckere Erdbeeren rot sind. Farben kommunizieren bestimmte Informationen. Das nutzt die hocheffektive Farbpsychologie im Marketing. Rot gilt als Farbe, die Aufmerksamkeit erregt und bedeutet Gefahr. Stoppschilder und Feuerwehrautos sind rot und daher sofort wahrnehmbar. Grün bedeutet hingegen Entwarnung.

Im Mittelalter drückte Rot Macht und Herrschaft aus. Es war die Farbe der Revolution während der Französischen Revolution und später dann die Farbe des Sozialismus. Die Wirkung von Farben ist jedoch nicht allgemeingültig. Sie ist auch abhängig vom Kulturkreis und von der Region. Bei der Farbpsychologie im Marketing kommt es also auch darauf an, welchen Kulturkreis Du ansprechen möchtest.

Eine genaue Recherche ist hierbei das A und O. Ein Beispiel: Schwarz beispielsweise gilt im westlichen Kulturkreis als Farbe der Trauer und drückt negative Gefühle aus. Südamerika nutzt Orange und im alten Ägypten war die Trauerfarbe Gelb. Informiere Dich also, welche Farben durch Deine Zielgruppen wie interpretiert werden und wähle daher die entsprechenden Farben für Logos, Überschriften und Beiträge auf Social Media.

Die Farbpsychologie im Marketing hilft Dir, die richtigen Farben für Dein Corporate Design zu finden. Lass Dich aber nicht von Deinen persönlichen Vorlieben verleiten, indem Du Deine Lieblingsfarben wählst. Die Bedeutung der Farbauswahl wird von Unternehmen bzw.

Rot steigert Energie und Aufmerksamkeit, Blau wirkt beruhigend und vertrauensbildend – Farben im Design prägen Markenbotschaften nachhaltig.

Entscheidern oft unterschätzt. Deine aktuelle Stimmung ist bei der Wahl der Farben ein schlechter Ratgeber. Denn Farben kommunizieren diese Stimmungen. So stehen Farben wie Rot, Gelb, Orange oder Pink für eine positive, freudige Stimmung. Dunkle Farben wie Schwarz, Grau, Marineblau oder Braun wirken hingegen eher passiv und transportieren mitunter sogar eine depressive Stimmung.

Jede Branche hat ihr eigenes Farbspektrum. Fotos Freepik. Nicht Du bist die Zielgruppe, wenn Du die Farben für Dein Unternehmen auswählst und Dich auf Social Media mit den Farben darstellst.